Was ist IPTV? Fernsehen über das Internet einfach erklärt
IPTV steht für Internet Protocol Television – Fernsehen, das über die Internetleitung ins Haus kommt. Was dahintersteckt, was Sie brauchen und worin es sich von Kabel und Satellit unterscheidet.
Redaktion Deutsch IPTV, veröffentlicht am
IPTV ist die Abkürzung für Internet Protocol Television. Gemeint ist Fernsehen, das nicht über ein Antennenkabel, eine Satellitenschüssel oder eine Hausantenne zu Ihnen kommt, sondern über dieselbe Leitung wie Ihr Internet. Klingt technisch, ist im Alltag aber ganz einfach: Sie öffnen eine App, wählen einen Sender und schauen.
Wie IPTV funktioniert
Beim klassischen Fernsehen sendet ein Sender sein Programm gleichzeitig an alle Empfänger – per Funk, per Satellit oder über das Kabelnetz. Ihr Fernseher fängt das Signal auf und zeigt es an.
Bei IPTV wird das Programm in kleine Datenpakete zerlegt und über das Internet übertragen. Ihre App fordert die Pakete für den gewählten Sender an, setzt sie wieder zusammen und spielt sie ab. Weil die Daten in Echtzeit nachgeladen werden, brauchen Sie eine stabile Internetverbindung. Dafür sind Sie nicht an eine Antennendose gebunden.
Was Sie für IPTV brauchen
- Einen Internetanschluss. Für Full HD sind etwa 16 Mbit/s empfehlenswert, für 4K mindestens 25 Mbit/s. Wichtiger als der Spitzenwert ist eine stabile Verbindung.
- Ein Abspielgerät. Das kann ein Smart-TV, ein Streaming-Stick wie der Fire TV, eine Android-Box, ein Apple TV, ein Linux-Receiver, ein Handy oder ein Computer sein.
- Eine App. Sie stellt die Verbindung zum Anbieter her und zeigt Senderliste, Programmzeitschrift und Mediathek.
- Zugangsdaten. Die erhalten Sie von Ihrem IPTV Anbieter. Welche Formen es gibt, erklärt der Artikel M3U, Xtream oder Portal.
Live-TV, Mediathek, Catch-up
IPTV ist mehr als lineares Fernsehen. Viele Angebote kombinieren drei Bereiche:
- Live-TV: Sender laufen wie gewohnt, Sie schalten um.
- Mediathek: Filme und Serien, die Sie jederzeit abrufen können.
- Catch-up: Bei manchen Sendern lassen sich vergangene Sendungen nachträglich ansehen. Mehr im Artikel Catch-up und Timeshift.
Vorteile von IPTV
- Keine Installation: keine Schüssel, kein Techniker, kein Bohren.
- Flexibilität: Sie schauen auf dem Fernseher, dem Tablet oder unterwegs auf dem Handy.
- Umzugsfreundlich: Ihr Fernsehen zieht mit, sobald am neuen Ort Internet da ist.
- Komfort: Programmzeitschrift, Favoritenlisten und Suchfunktionen sind direkt eingebaut.
Grenzen von IPTV
IPTV ist auf eine funktionierende Internetverbindung angewiesen. Fällt das Internet aus, fällt auch das Fernsehen aus. Außerdem ist ein Livestream über das Internet technisch bedingt einige Sekunden hinter der Antenne – bei Sportübertragungen kann das auffallen, wenn die Nachbarn früher jubeln. Warum das so ist, steht im Artikel Live-Sport ohne Verzögerungsfrust.
IPTV und Streamingdienste: der Unterschied
Streamingdienste für Filme und Serien funktionieren technisch ähnlich, bieten aber vor allem Abrufinhalte. IPTV im engeren Sinne meint Fernsehprogramme, die live laufen – mit Senderliste und Programmzeitschrift, wie Sie es vom klassischen Fernsehen kennen.
Ist IPTV legal?
Die Technik selbst ist völlig legal und wird auch von großen Telekommunikationsunternehmen genutzt. Entscheidend ist, ob der Anbieter die Rechte an den Inhalten hat, die er verbreitet. Mehr dazu im Artikel Ist IPTV legal?.
So probieren Sie es aus
Der einfachste Weg, IPTV kennenzulernen, ist ein Test auf dem eigenen Fernseher. Bei Deutsch IPTV können Sie das 24 Stunden kostenlos tun – ohne Zahlungsdaten und ohne automatische Verlängerung.